Biographie

Mateusz Molęda gehört ohne Zweifel zu den interessantesten und bemerkenswertesten Persönlichkeiten unter den Dirigenten der Gegenwart. Seit seinem ersten Dirigat im Alter von nur 19 Jahren erstaunt er sein Publikum und die Fachpresse mit musikalisch ausnehmend reif interpretierten und anspruchsvollen Konzertprogrammen.

Eine intensive und ernsthafte Auseinandersetzung mit Werk und Komponist ermöglicht ihm fesselnde und tiefgründige Interpretationen unterschiedlichster Musikstile. In diesem Zusammenhang berichtete der Bayerische Rundfunksender BR-Klassik: „... Er arbeitet konzentriert und zielorientiert, schleift hier an der Akzentuierung, zieht dort das Tempo an, legt Wert auf größte orchestrale Differenziertheit. ...“, der mehrere Tage lang Mateusz Molędas Probenarbeit mit den Nürnberger Symphonikern begleitete.

In der Saison 2020/21 konzertierte Mateusz Molęda erstmals in Großbritannien mit den London Mozart Players. Darüber hinaus vertiefte er seine Zusammenarbeit mit dem Odense Symfoniorkester. In der Spielzeit 2018/19 gab er sein Debüt in Dänemark beim Aalborg Symfoniorkester und Aarhus Symfoniorkester, wo er neben Werken von Schumann, Rachmaninow, Debussy und Hindemith auch die Uraufführung des Konzerts für Hammondorgel von Anders Koppel dirigierte, die weltweit erste Komposition dieser Gattung.

Mateusz Molęda erhielt wichtige musikalische Impulse von seinem Mentor Marek Janowski, für den er bei den Berliner Philharmonikern, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, der Dresdner Philharmonie und dem hr-Sinfonieorchester auf persönlichen Wunsch auch als Assistent tätig war. Durch die Weitergabe seiner vielfältigen Erfahrungen hat Maestro Janowski im Geiste der Tradition der alten deutschen Dirigentenschule einen tiefgründigen Einfluss auf die künstlerische Entwicklung des Dirigenten genommen. Weitere wertvolle Anregungen erhielt er in enger Zusammenarbeit und als Assistent und Cover Conductor von Teodor Currentzis beim SWR Symphonieorchester.

In Dresden geboren und aufgewachsen, studierte der mit deutschen und polnischen Traditionen verwurzelte Dirigent zunächst Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover in der Klasse von Prof. Arie Vardi, der zu den gefragtesten Musikpädagogen der letzten Jahrzehnte gehört. In seiner aktiven Zeit als Konzertpianist trat Mateusz Molęda in über 25 Ländern der Welt auf und brachte mehrere Einspielungen heraus, zuletzt die von der europäischen Fachpresse viel gelobte CD „Flügelschwingen“ mit Werken von Scarlatti, Mozart, Schumann und Chopin.

Gastdirigate führten den in Hannover lebenden Mateusz Molęda in den vergangenen Jahren nach Großbritannien, Dänemark, Spanien, Polen, Albanien, Südkorea und Südafrika. Er arbeitete unter anderem mit den London Mozart Players, dem Deutschen Kammerorchester Berlin, dem Orchester der Komischen Oper Berlin, den Nürnberger Symphonikern, der Jenaer Philharmonie, dem Carl Nielsen Academy Orchestra, dem Aalborg Symfoniorkester, dem Aarhus Symfoniorkester, dem Odense Symfoniorkester und dem NFM Wroclaw Philharmonic zusammen.

Als begeisterter Europäer hält Mateusz Molęda neben seiner Tätigkeit als Dirigent deutschlandweit Vorträge mit dem Thema „In Vielfalt geeint – Wie Musik zur Verbundenheit der Europäer beiträgt“. Er spricht fließend Deutsch, Polnisch, Englisch, Französisch und Russisch und promovierte im Jahr 2021 an der Krzysztof-Penderecki-Musikakademie Krakau mit einer Dissertation zu Polyphonen Kompositionstechniken in Sergei Rachmaninows Sinfonie Nr. 2.

Download: Biographie Deutsch 01/2022