Biographie

„... Er arbeitet konzentriert und zielorientiert, schleift hier an der Akzentuierung, zieht dort das Tempo an, legt Wert auf orchestrale Differenziertheit. ...“ berichtete der Bayerische Rundfunksender BR-Klassik, der mehrere Tage lang Mateusz Molędas Probenarbeit mit den Nürnberger Symphonikern im Rahmen einer Konzertreise nach Polen begleitete. In der Saison 2017 / 2018 setzt er seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Orchester in insgesamt fünf Konzerten auf Gastspielreise und in der Meistersingerhalle in Nürnberg fort.

In der Saison 2018 / 2019 debütiert Mateusz Molęda unter anderem in Dänemark beim Aalborg Symfoniorkester sowie Aarhus Symfoniorkester, wo er neben Werken von Debussy und Hindemith auch die Uraufführung des Konzerts für Hammond-Orgel von Anders Koppel dirigiert. Weitere Einladungen führen ihn mit Messiaens L'Ascension und Bruckners 9. Sinfonie zum Odense Symfoniorkester sowie nach Deutschland, Polen, Albanien und Südkorea.

Mateusz Molęda gehört ohne Zweifel zu den interessantesten und bemerkenswertesten Persönlichkeiten unter den jungen Dirigenten der Gegenwart. Seit seinem ersten Dirigat im Alter von nur 19 Jahren erstaunt er sein Publikum und die Fachpresse mit musikalisch ausnehmend reif interpretierten und anspruchsvollen Konzertprogrammen. Eine intensive und ernsthafte Auseinandersetzung mit Werk und Komponist ermöglicht ihm fesselnde und tiefgründige Interpretationen unterschiedlichster Musikstile.

In den zurückliegenden Jahren erhielt Mateusz Molęda wichtige musikalische Impulse von seinem Mentor, dem weltberühmten Dirigenten Marek Janowski, für den er beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, der Dresdner Philharmonie und dem hr-Sinfonieorchester auf persönlichen Wunsch auch als Assistent tätig war. Durch die Weitergabe seiner vielfältigen Erfahrungen hat Maestro Janowski im Geiste der Tradition der alten deutschen Dirigentenschule einen tiefgründigen Einfluss auf die künstlerische Entwicklung des aufstrebenden Dirigenten genommen.

In Dresden geboren und aufgewachsen, studierte der mit deutschen und polnischen Traditionen verwurzelte Dirigent zunächst Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover in der Klasse von Prof. Arie Vardi, der zu den gefragtesten Musikpädagogen der letzten Jahrzehnte gehört. In seiner aktiven Zeit als Konzertpianist trat Mateusz Molęda in über 25 Ländern der Welt auf und brachte mehrere Einspielungen heraus, zuletzt die von der europäischen Fachpresse viel gelobte CD "Flügelschwingen" mit Werken von Scarlatti, Mozart, Schumann und Chopin.

Als Sohn einer Sopranistin und eines Tenors, die unter anderem an der Semperoper Dresden über ein Jahrzehnt lang die Hauptpartien in Giuseppe Verdis La Traviata und Giacomo Puccinis La Bohème gesungen haben, kam Mateusz Molęda bereits sehr früh mit Musiktheater in Berührung und sammelte dort - gelegentlich auch selbst als kleiner Junge auf der Bühne stehend - erste ihn prägende musikalische Erfahrungen. Seiner daraus entstandenen Affinität für das Dirigieren von Opern folgend, kann er heute auf ein beachtliches Repertoire verweisen. Sein sinfonisches Repertoire umfasst eine Vielzahl an Werken aller musikalischen Stilepochen, so unter anderem sämtliche Sinfonien von Beethoven, Schumann und Brahms, einschließlich des sinfonischen Gesamtwerks von Bruckner sowie einer Reihe von selten aufgeführten Werken wie unter anderem Karl Amadeus Hartmanns 6. Sinfonie, Florent Schmitts Psalm 47 sowie Henri Dutilleuxs Métaboles und Correspondances.

Gastdirigate führten den in Deutschland lebenden und tätigen Mateusz Molęda in den vergangenen Jahren in zahlreiche Länder der Welt, so unter anderem nach Italien, Spanien, Polen, Südkorea und Südafrika. Er arbeitete unter anderem mit dem Deutschen Kammerorchester Berlin, den Nürnberger Symphonikern, der Jenaer Philharmonie, den Heidelberger Philharmonikern, dem Sinfonieorchester Berlin, dem Folkwang Kammerorchester Essen, der Staatskapelle Schwerin, den Warschauer Sinfonikern und dem NFM Wroclaw Philharmonic zusammen. Er ist ein leidenschaftlicher Reisender und besuchte bisher über 60 Länder der Welt. Er spricht fließend Deutsch, Polnisch, Englisch, Russisch und Französisch.

Download: Biographie Deutsch 10/2018