Biographie

Mateusz Molęda gehört ohne Zweifel zu den interessantesten und bemerkenswertesten Persönlichkeiten unter den jungen Dirigenten der Gegenwart. Seit seinem ersten Dirigat im Alter von nur 19 Jahren erstaunt er sein Publikum und die Fachpresse mit musikalisch ausnehmend reif interpretierten und anspruchsvollen Konzertprogrammen.

Eine intensive und ernsthafte Auseinandersetzung mit Werk und Komponist ermöglicht ihm fesselnde und tiefgründige Interpretationen unterschiedlichster Musikstile. In diesem Zusammenhang berichtete der Bayerische Rundfunksender BR-Klassik: „... Er arbeitet konzentriert und zielorientiert, schleift hier an der Akzentuierung, zieht dort das Tempo an, legt Wert auf größte orchestrale Differenziertheit. ...“, der mehrere Tage lang Mateusz Molędas Probenarbeit mit den Nürnberger Symphonikern begleitete.

In den Spielzeiten 2022/23 und 2023/24 debütiert Mateusz Molęda unter anderem bei der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und der Dresdner Philharmonie. Wiedereinladungen führen ihn zu den London Mozart Players, mit denen er im November 2023 in Deutschland auf Tournee geht. In der Saison 2021/22 dirigierte er zum ersten Mal das Orchester der Komischen Oper Berlin und das Württembergische Kammerorchester Heilbronn.

Mateusz Molęda erhielt wichtige musikalische Impulse von seinem Mentor Marek Janowski, für den er bei den Berliner Philharmonikern, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem hr-Sinfonieorchester und der Dresdner Philharmonie auf persönlichen Wunsch auch als Assistent tätig war. Durch die Weitergabe seiner vielfältigen Erfahrungen hat Marek Janowski im Geiste der Tradition der alten deutschen Dirigentenschule einen tiefgründigen Einfluss auf die künstlerische Entwicklung des jungen Dirigenten genommen. Weitere bedeutend wertvolle Anregungen erhielt er als Cover Conductor in enger Zusammenarbeit mit Teodor Currentzis und dem SWR Symphonieorchester, welche er auf mehreren Europa-Tourneen begleitet hat.

In Dresden geboren und aufgewachsen, studierte der mit deutschen und polnischen Traditionen verwurzelte Dirigent zunächst Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover in der Klasse von Prof. Arie Vardi, der zu den gefragtesten Musikpädagogen der letzten Jahrzehnte gehört. In seiner aktiven Zeit als Konzertpianist trat Mateusz Molęda in über 25 Ländern der Welt auf und brachte mehrere Einspielungen heraus, zuletzt die von der europäischen Fachpresse viel gelobte CD „Flügelschwingen“ mit Werken von Scarlatti, Mozart, Schumann und Chopin.

Gastdirigate führten den in Hannover lebenden Mateusz Molęda in den vergangenen Jahren nach Großbritannien, Dänemark, Spanien, Polen, Albanien, Peru, Japan, Südkorea und Südafrika. Er arbeitete unter anderem mit den London Mozart Players, dem Orchester der Komischen Oper Berlin, den Nürnberger Symphonikern, der Jenaer Philharmonie, der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin, dem Deutschen Kammerorchester Berlin, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, dem Carl Nielsen Academy Orchestra, dem Aalborg Symfoniorkester, dem Aarhus Symfoniorkester, dem Odense Symfoniorkester und dem NFM Wroclaw Philharmonic zusammen.

Als begeisterter Europäer hält Mateusz Molęda neben seiner Tätigkeit als Dirigent deutschlandweit Vorträge mit dem Thema „In Vielfalt geeint – Wie Musik zur Verbundenheit der Europäer beiträgt“. Er spricht fließend Deutsch, Polnisch, Englisch, Französisch und Russisch und promovierte im Jahr 2021 an der Krzysztof-Penderecki-Musikakademie Krakau mit einer Dissertation zu Polyphonen Kompositionstechniken in Sergei Rachmaninows Sinfonie Nr. 2.

Download: Biographie Deutsch 07/2022