Mateusz Molęda  |  Biographie

Biographie

„... Er arbeitet konzentriert und zielorientiert, schleift hier an der Akzentuierung, zieht dort das Tempo an, legt Wert auf orchestrale Differenziertheit. ...“ berichtete im Juni 2016 der Bayerische Rundfunksender BR-Klassik, der mehrere Tage lang Mateusz Molędas Probenarbeit mit den Nürnberger Symphonikern im Rahmen einer Konzertreise nach Polen begleitete. Während dieser dirigierte er unter anderem die Welturaufführung der Sinfonischen Tonbilder op. 19 des in Vergessenheit geratenen deutschen romantischen Komponisten Carl Adolf Lorenz.

In der Saison 2017 / 2018 setzt er seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Nürnberger Symphonikern in insgesamt fünf Konzerten auf Gastspielreise und in der Meistersingerhalle in Nürnberg fort. Weitere Einladungen führen ihn nach Frankreich, Spanien, Polen, Albanien und Südkorea.

Mateusz Molęda gehört ohne Zweifel zu den interessantesten und bemerkenswertesten Persönlichkeiten unter den jungen Dirigenten der Gegenwart. Seit seinem ersten Dirigat im Alter von nur 19 Jahren erstaunt er sein Publikum und die Fachpresse mit musikalisch ausnehmend reif interpretierten und anspruchsvollen Konzertprogrammen. Eine intensive und ernsthafte Auseinandersetzung mit Werk und Komponist ermöglicht ihm fesselnde und tiefgründige Interpretationen unterschiedlichster Musikstile.

In den zurückliegenden Jahren erhielt Mateusz Molęda wichtige musikalische Impulse vom weltberühmten Dirigenten Marek Janowski, für den er auch als Assistent tätig war. Durch die Weitergabe seiner vielfältigen Erfahrungen hat Maestro Janowski einen tiefgründigen Einfluss auf die künstlerische Entwicklung des aufstrebenden jungen Dirigenten genommen.

Von 2012 bis 2014 war Mateusz Molęda Principal Guest Conductor des Lima Philharmonic Orchestra, welches zu den führenden Orchestern Südamerikas gehört. Diese Verpflichtung im Alter von nur 26 Jahren, brachte ihm auch außerhalb Südamerika große Beachtung ein.

Zu den wichtigsten künstlerischen Meilensteinen in der Laufbahn des jungen Dirigenten zählte 2014 seine Tournee mit dem Deutschen Kammerorchester Berlin, einem der führenden Kammerorchester Europas, durch Südkorea. Höhepunkt dieser Konzertreise war das von ihm dirigierte Konzert im Seoul Arts Center, das vom TV-Sender MBC aufgezeichnet und vom koreanischen Rundfunksender KBS landesweit live übertragen wurde.

In Dresden geboren und aufgewachsen, studierte der mit deutschen und polnischen Traditionen verwurzelte Dirigent zunächst Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover in der Klasse von Prof. Arie Vardi, der zu den gefragtesten Musikpädagogen der letzten Jahrzehnte gehört. In seiner aktiven Zeit als Konzertpianist trat Mateusz Molęda in über 25 Ländern der Welt auf und brachte mehrere Einspielungen heraus, zuletzt die von der europäischen Fachpresse vielgelobte CD "Flügelschwingen" mit Werken von Scarlatti, Mozart, Schumann und Chopin.

Als Sohn einer Sopranistin und eines Tenors, die unter anderem an der Semperoper Dresden über ein Jahrzehnt lang die Hauptpartien in Giuseppe Verdis La Traviata und Giacomo Puccinis La Bohème gesungen haben, kam Mateusz Molęda bereits sehr früh mit Musiktheater in Berührung und sammelte dort - gelegentlich auch selbst als kleiner Junge auf der Bühne stehend - erste ihn prägende musikalische Erfahrungen. Seiner daraus entstandenen Affinität für das Dirigieren von Opern folgend, kann er heute auf ein beachtliches Repertoire verweisen, welches er zielgerichtet auch durch selten aufgeführte Opern erweitert. Sein sinfonisches Repertoire umfasst eine Vielzahl an Werken aller musikalischen Stilepochen, so unter anderem sämtliche Sinfonien von Beethoven, Schumann und Brahms, einschließlich des sinfonischen Gesamtwerks von Bruckner sowie einer Reihe von selten aufgeführten Werken wie unter anderem Karl Amadeus Hartmanns 6. Sinfonie, Florent Schmitts Psalm 47 sowie Henri Dutilleuxs Métaboles und Correspondances.

Gastdirigate führten den in Deutschland lebenden und tätigen Mateusz Molęda in den vergangenen Jahren in über fünfzehn Länder, so unter anderem nach Italien, Spanien, Polen, Südkorea, Japan, Südafrika und mehrere Länder Südamerikas. Er arbeitete unter anderem mit dem Deutschen Kammerorchester Berlin, den Nürnberger Symphonikern, der Jenaer Philharmonie, den Heidelberger Philharmonikern, dem Sinfonieorchester Berlin, dem Folkwang Kammerorchester Essen, der Staatskapelle Schwerin, dem Warsaw Symphony Orchestra, dem NFM Symphony Orchestra und der Moniuszko-Philharmonie zusammen. Er ist ein leidenschaftlicher Reisender und besuchte bisher über 60 Länder der Welt. Er spricht fließend Deutsch, Polnisch, Englisch, Russisch und Französisch.

Download: Biographie Deutsch 07/2017